Mit dem Lied «Seid willkommen Gotteskinder» begrüsste der Chor die Teilnehmenden am Gottesdienst.
Bischof Weidmann diente mit dem Bibelwort aus Psalm 28, 6.7: «Gelobt sei der Herr; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens. Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn traut mein Herz und mir ist geholfen.»
Aus dem Dienen des Bischofs
Das Loblied auf den Heiligen Geist «Geisteswind aus Himmelshöhen» nutzte der Dienstleiter als Einleitung zur Predigt: Der Liedervortrag hat wohl in unser aller Herzen nachgeklungen. Der Bischof fragte nachdenklich:
- Ist es uns ein Herzenswunsch, den Heiligen Geist so richtig zu spüren?
- Wie sehr wünsche ich mir das?
- Wie bewusst bin ich mir der Gabe des Heiligen Geistes? Er ist ein Geschenk Gottes!
Sicher hast du auch schon ein wunderbares Geschenk erhalten. Überglücklich hast du es angenommen und die Freude am Präsent ist im Laufe der Zeit noch gewachsen – vielleicht trägst du es immer bei dir und behütest es wie einen wertvollen Schatz. So wollen wir es halten mit der Gabe des Heiligen Geistes. Der Bischof wünschte uns, dass wir dessen unermesslichen Wert erkennen und ihm Raum geben. Er empfahl uns, Zeit einzusetzen, um seine Impulse wahrzunehmen und entsprechend zu handeln. So geben wir dem himmlischen Vater die Möglichkeit, uns zu leiten und unser Lebensschiff zu steuern. Das macht das Herz fröhlich.
«… er erhört die Stimme des Flehens…»
Flehen hat eine andere innere Bewegung als beten. Flehen ist intensiver, höchst gefühlvoll und von Herzen ehrlich. Beten ist also nicht gleich beten. Sprechen wir beim Tischgebet vielleicht oft dieselben Worte, ist das in Ordnung. Die Frage ist, ob wir mit dem Herzen dabei sind. Fühlen wir die Dankbarkeit im Herzen und ist es uns ein echtes Bedürfnis, für die Speisen zu danken?
Wie gehen wir damit um, wenn Gott unsere Bitten scheinbar nicht erhört, sich nach unseren Vorstellungen nichts zum Guten wendet? Dann wollen wir danken für die Tragkraft in den Herausforderungen. Denke daran: Gott ist treu, er hört dein Flehen, vertrau ihm, er führt dich zum Ziel.
«… der Herr ist Stärke und Schild …»
In schwierigen, herausfordernden Zeiten ist Gott unsere Stärke und unser Schild. Bleiben wir uns dessen bewusst! Er stärkt uns im Gottesdienst mit Wort und Sakrament. Unsere persönliche Beziehung zu Jesus verhindert zudem, dass wir uns alleingelassen fühlen.
«… auf ihn traut mein Herz …»
Vertrauen stärkt! Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit - Gott will uns auch sein Vertrauen schenken. Bemühen wir uns, dies nicht leichtsinnig aufs Spiel zu setzen. Wir wollen unser Vertrauen Gott gegenüber nicht von Gebetserhörungen abhängig machen, sondern darauf vertrauen, dass Gott alles wohl macht – nach seinem Plan!
So gelingt es, dass wir fröhlich und dankbar sein können, wie es der Psalmdichter beschrieben hatte.
Mitdienen des Hirten
Vertrauen sei für ihn ein Synonym für Glauben. Wenn wir ernsthaft glauben, dürfen wir uns von Gott überraschen lassen. Er hat oft wundersame Wege, um uns nach seinem Willen zu führen. Ein Rat: Keine Bitten mit Vorgaben, wie man seine Probleme geregelt haben möchte, sondern Gott vertrauen und sich überraschen lassen.
Mitdienen des Bezirksvorstehers
Jesus sagte: «Mein Reich ist nicht von dieser Welt». Der Bezirksvorsteher zeigte das Bild von der Verhaftung Jesu, als Petrus mit seinem Schwert dem Hauptmann ein Ohr abschnitt. Irdisch betrachtet eine beherzte Reaktion. Jesus sah jedoch weiter, kannte die nächsten Schritte, vertraute dem Vater und liess sich deshalb gefangen nehmen.
Gottes Gedanken sind höher als unsere irdischen. Manchmal hilft es, das Irdische etwas wegzuschieben und in göttlichen Dimensionen zu denken!
Der Chor trug zum Abschluss des Gottesdienstes – übereinstimmend mit dem Psalmdichter - ein fröhliches Dank- und Loblied vor.