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Mittwoch 20.00 Uhr

Konfirmation - gegenseitiges Versprechen

12.09.2021

Heute fand ein besonderer Gottesdienst statt: Konfirmation! Zwei Konfirmandinnen legten ihr Gelübde ab. Wie später aus der Predigt des Vorstehers hervorging, machten sich beide Schwestern im Vorfeld der Konfirmation tiefgründige Gedanken, stellten kritische Glaubensfragen und beschäftigten sich mit der Lehre Jesu.

 
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Einstimmung auf den Gottesdienst


Der Kirchensaal war abgedunkelt und ein Beamer projizierte berührende Bilder. Mal zauberten sie ein Lächeln, mal ein Schmunzeln in die Gesichter der Anwesenden. Da und dort kam wohl etwas Wehmut über unvergessliche Erinnerungen auf. Zu sehen waren die Kinder, heute die Jugend unserer Gemeinde. Da als Maria und Joseph beim Krippenspiel, dort ausgelassen im Rollenspiel zur Hochzeit zu Kana, beim Basteln in der Sonntagschule und im Unterricht.


«Here I am», der Titelsong des Internationalen Jugendtages 2019, untermalte den Bilderbogen, was wunderbar in diesen würdigen Rahmen passte.


Der Vorsteher diente der Gemeinde mit dem Bibelwort aus dem 2. Thessalonicher 3,3: «Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen».


Er ging kurz auf die vor dem Gottesdienst gezeigten Bilder ein: «Wie viel Freude, wie viel Lustiges und Spannendes haben wir im Unterricht und rund ums Gemeindeleben erlebt? Bitte behaltet diese Freude im Herzen und tragt sie weiter!»


Darauf stellte er die Frage: «Was bedeutet Konfirmation?» - Bestätigung. Das ist mehr als ein Versprechen. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich zum Glauben zu bekennen, zu einer Sache zu stehen.


Wesentliche Inhalte der Predigt:


Zeigt man Bekennermut und spricht über seinen Glauben, dann sieht man sich oft mit Schlagwörtern wie «Kreuzzüge», «Fanatismus» oder gar «Inquisition» konfrontiert. Auf diese Provokationen wollen wir nicht eingehen, sondern uns auf die Kernaussage der christlichen Glaubenslehre fokussieren:


            «Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst!»


Dieses eine Gebot schliesst alles Ungute aus und dient der Menschheit zum Heil.


Einige Erkenntnisse gilt es weiter im Herzen zu tragen und zu bewegen:



  • Gott liebt uns alle uneingeschränkt, er lenkt mich, ich bin von ihm gewollt

  • Der Glaube an das Leben nach dem Tod. Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Übertritt

  • Der Glaube an die unsterbliche Seele


Aus Liebe hat Gott seinen Sohn gesandt, um einen Glauben in die Herzen der Menschen zu legen und durch den Opfertod von Jesus Vergebung möglich zu machen. Eine gute Beziehung zu Gott ist unermesslich wertvoll. Wir entscheiden, ob wir diese Beziehung pflegen wollen. Ja, wie tun wir das? Mit innigem, ernsthaftem Gebet. Der Vorsteher gab den Rat, den himmlischen Vater bei Entscheidungen miteinzubeziehen, zu beten «Vater führe mich!» Die Verbindung zu Gott ist immer flächendeckend vorhanden, immer aktiv, immer online. Antworten erhalten wir im Gottesdienst, oft auch sonst irgendwo mit den richtigen Gedanken aus dem Heiligen Geist.


Der Priester und Konfirmandenlehrer zeigte sich berührt darüber, dass Gott ALLE von Herzen liebe und empfahl, diese Liebe auch zu teilen und weiterzugeben. Zudem mache es einen riesigen Unterschied, ob wir in stillem Frieden Gott dienen oder nur der eigenen Meinung Raum geben.


Anschliessend knüpfte der Gemeindevorsteher nochmals an die Liebe an und gab zu bedenken, dass wer liebe, auch Regeln festlege. Beispielsweise die Eltern ihren Kindern. Diese Regeln seien aber niemals eine Schikane, sondern sie verhinderten Leid. Es sei wichtig, nicht nur von der Liebe zu reden, sondern diese im Herzen zu tragen.


Gelübde als Versprechen


Bevor die jungen Schwestern das Gelübde ablegten, wurde der Brief des Stammapostels durch die Konfirmandenlehrerin vorgelesen. Auch wandte sich der Hirte noch persönlich an die zwei Konfirmandinnen mit den Worten:


«Der liebe Gott hilft euch, er ist treu, er stärkt euch und bewahrt euch. Er drängt sich niemals auf, er reicht euch die Hand, ihr entscheidet, ob ihr sie ergreifen wollt oder nicht. Nehmt Gott in euer Leben mit, egal wo ihr auf Reisen seid, der himmlische Vater ist immer nahe. Bedenkt, die Absichten der Menschen sind nicht immer klar erkennbar – Gott aber bewegt immer durch die Liebe!»


Nachdem der Vorsteher diese Versprechen Gottes ausgeführt hatte, legten die beiden Schwestern ihr Gelübde ab. Welch inhaltsreiches gegenseitiges Versprechen!


Die musikalischen Beiträge, gesungen oder elektronisch eingespielt, bereicherten den Gottesdienst und unterstrichen die Aussagen aus der Predigt.